Neben den Nahverkehrssystemen der großen Städte haben sich auch in den Regionen Verkehrsgesellschaften gegründet, die die Pendler an die Regionalbahnhöfe und die S-Bahnstationen anbinden.

Oftmals sind diese Verkehrsgesellschaften in öffentlicher Hand, aber als private Unternehmensform, zum Beispiel eine GmbH geführt. Regionale Verkehrsgesellschaften unterhalten sowohl die regionalen Bahnen als auch Buslinien. Je ländlicher die Region ist, umso mehr müssen Busse eingesetzt werden, weil es sich nicht lohnt wegen der wenigen Pendler eine Bahnlinie zu bauen. Da aber die Städte und Gemeinden ihren Bürgern dennoch einen Nahverkehr und öffentlichen Transport anbieten wollen, füllen Busse diese Lücke. Sie werden vor allem auch eingesetzt, um Schüler in die Mittelzentren zu den weiterführenden Schulen zu bringen.

Neue Einkommensmöglichkeiten

Nicht alle diese regionalen Nahverkehrsgesellschaften arbeiten auch kostendeckend, oftmals sind öffentliche Mittel notwendig, um Löcher in den Etats zu stopfen. Manche dieser Gesellschaften versuchen deshalb auch noch mit anderen Mitteln, Einnahmen zu generieren. So gibt es in Mittelsachsen eine Verkehrsgesellschaft, die selbst auch Bustouren für Ausflügler anbietet. Außerdem hat man die eigene Buswerkstatt für die Öffentlichkeit geöffnet und führt dort jetzt auch gegen Rechnung Reparaturen durch. Bürger können sogar dort auch ihr Auto waschen. Und wer auf eine längere Reise geht, kann gegen Entgelt auch sein Auto für längere Zeit abstellen.

Als Regionale Verkehrsgesellschaft muss man aber nicht nur die Bus- und Bahnlinien vorhalten, sondern auch die dazu gehörende Infrastruktur. Bei den Bahnen sind das zum Beispiel die Bahnhöfe und -stationen, bei den Bussen sind das die Bushaltestellen, die meisten auch überdacht sein müssen. Heute kann man durch Vermietung der Haltestellen an Werbetreibende zumindest einen Teil der Kosten wieder ausgleichen. Weiterhin braucht es eine gute Verwaltung, die sich auch um die Erstellung und Einhaltung der Fahrpläne kümmert. Selbst von einem regionalen Dienst wird heute erwartet, dass man zumindest auch im Internet die Fahrpläne einsehen kann, noch besser ist es natürlich für die Kunden, wenn sie eine App auf ihrem Handy nutzen können.